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Soll ich meine*n Ex kontaktieren oder nicht?

  • Autorenbild: Narzfrei
    Narzfrei
  • 9. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Die Frage, die die meisten Menschen nach einer Trennung in die falsche Richtung führt

Kontaktsperre nach Trennung – soll ich schreiben oder Abstand halten?

Es beginnt in den meisten Fällen mit nur einer einzigen Nachricht. Oder genauer gesagt: Mit dem Wunsch, dem Ex-Partner oder der Ex-Partnerin eine Nachricht zu schreiben.

Vielleicht ist seit Tagen Funkstille. Vielleicht gab es Streit oder vielleicht befindet sich die Beziehung auch in einer Kontaktsperre. Vielleicht wurde die Beziehung sogar beendet.

Und dann entsteht auf einmal dieser immer lauter werdende Gedanke: "Vielleicht sollte ich ihm/ihr einfach schreiben." "Es muss ja nicht viel sein.", "Nur kurz.", "Nur diese eine Nachricht.".

Nur um zu zeigen, dass man noch da ist. Nur um zu schauen, wie die andere Person reagiert. Nur um endlich diese Unsicherheit loszuwerden.

An exakt dieser Stelle beginnt für die meisten Menschen ein Kreislauf, der ihre Situation nicht verbessert, sondern immer weiter verschlechtert und jede Möglichkeit einer Versöhnung in noch weitere Ferne rückt, als es sowieso schon der Fall ist.


Soll ich meine*n Ex kontaktieren oder nicht? Warum der Impuls dem anderen zu schreiben so stark ist

Die Mehrheit der Menschen glaubt, sie möchte schreiben, weil sie etwas Wichtiges mitteilen wolle. In der Realität steckt häufig etwas anderes dahinter: Die Nachricht soll ein unangenehmes Gefühl beenden, nämlich die eigene Unsicherheit, die Angst vor Kontrollverlust, das Gefühl der Sehnsucht und sie soll Hoffnung machen.

Das Problem dabei ist leider recht simpel: Eine Nachricht kann kurzfristig Erleichterung verschaffen. Sie beantwortet jedoch so gut wie nie die eigentliche Frage, denn die eigentliche Frage lautet nicht: "Was soll ich schreiben?"

Die eigentliche Frage lautet: "Warum halte ich die aktuelle Situation so schwer aus?"


Die größte Verwechslung nach einer Trennung

Nach Trennungen werden zwei Dinge gerne miteinander verwechselt: Emotionale Dringlichkeit und die eigentliche tatsächliche Notwendigkeit.


Etwas fühlt sich dringend an. Deshalb wird angenommen, dass es notwendig sein muss, doch Gefühle liefern keine Handlungsanweisungen. Sie liefern Informationen.

Aus diesem Grund führen die meisten spontanen Nachrichten ziemlich sicher später zu Enttäuschungen.

Nicht weil die Nachricht böse war oder die Formulierung falsch war, sondern weil sie aus einem Zustand emotionaler Aktivierung heraus entstanden ist.


Warum Abstand psychologisch eine besondere Rolle spielt

Menschen betrachten Abstand in der Regel als etwas Passives. Als Nichtstun oder als Warten.

Psychologisch betrachtet ist Abstand jedoch eine Phase, in der Prozesse überhaupt erst sichtbar werden: Erinnerungen werden neu bewertet, Gewohnheiten werden unterbrochen und Verhaltensmuster werden erkennbar. Emotionale Aktivierung verändert sich infolgedessen.

Deshalb fühlen sich die ersten Tage häufig besonders schwierig an, denn das Gehirn verliert plötzlich eine Quelle von Gewissheit, Aufmerksamkeit und emotionaler Orientierung.


Der eigentliche Fehler

Der eigentliche Fehler besteht nicht darin, Gefühle zu haben. Der Fehler besteht darin, aus jedem Gefühl sofort eine Handlung abzuleiten. Die Reaktionsabfolge ist stets die gleiche: Sehnsucht - Nachricht, Angst - Nachricht, Unsicherheit - Nachricht, Hoffnung - Nachricht.

Mit der Zeit entsteht ein Muster: Gefühl → Handlung.

Doch genau dieses Muster sorgt dafür, dass Menschen ihre Situation immer weiter verschlechtern.


Eine andere Frage

Vielleicht lautet die entscheidende Frage deshalb nicht: "Soll ich meine*n Ex kontaktieren oder nicht?", sondern: "Was passiert, wenn ich ihm/ihr heute nicht schreibe?"

Diese Frage verändert die Perspektive. Plötzlich geht es nicht mehr um kurzfristige Erleichterung, sondern um Wirkung.


Speziell für diese Situation wurde das NARZFREI® NO CONTACT Programm entwickelt

NARZFREI® NO CONTACT richtet sich an Menschen in Trennung und Kontaktsperre. An Menschen, die nicht länger Rätsel raten möchten. An Menschen, die verstehen möchten, was psychologisch tatsächlich während einer Kontaktsperre passiert.

Und vor allem an Menschen, die verhindern möchten, ihre Situation durch impulsive Entscheidungen weiter zu verschlechtern.


Das Programm verbindet psychologische Orientierung, wissenschaftlich fundierte Seminare, konkrete Arbeitsmaterialien und persönliche Begleitung in den ersten sieben Tagen.


Denn die Zeit des Abstands beginnt ohnehin. Die Frage ist nur, was in dieser Zeit geschieht und wie man es beeinflussen kann.


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