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Narzissmus: Kommt ein narzisstischer Mensch zurück, wenn er bereits eine neue Beziehung hat?

  • Autorenbild: Narzfrei
    Narzfrei
  • 10. Aug.
  • 8 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Ein kaum bekanntes Phänomen erklärt, warum „vorbei“ nicht automatisch „gelöscht“ bedeutet


Kommt ein Narzisst zurück, obwohl er eine neue Beziehung hat?
Kommt ein Narzisst zurück, obwohl er eine neue Beziehung hat?

Vielleicht ist Ihr ehemaliger Partner oder Ihre ehemalige Partnerin jüngst oder längst in einer neuen Beziehung. Vielleicht sehen Sie Fotos, auf denen die beiden gemeinsam verreisen, Restaurants besuchen oder scheinbar glücklich ihren Alltag miteinander verbringen. Vielleicht entdecken Sie sogar genau die Unternehmungen und Gesten, die Sie sich während Ihrer eigenen Beziehung immer gewünscht haben.

Plötzlich wirkt es, als hätte dieser Mensch innerhalb kürzester Zeit mit jemand anderem ein vollkommen neues Leben begonnen. Als hätte es das gemeinsame Leben mit Ihnen vorher nie gegeben.

Eigentlich müsste die Antwort damit eindeutig sein: Dieser Mensch hat abgeschlossen.


Trotzdem passiert etwas, das Betroffene immer wieder völlig aus der Bahn wirft: Nach Wochen oder Monaten erscheint plötzlich eine Nachricht. Eine scheinbar belanglose Frage, oder eine Reaktion auf eine Story bei Social Media. Vielleicht Geburtstagswünsche oder eine Erinnerung an etwas, das Sie gemeinsam erlebt haben.

Manchmal ist es nur ein Satz: „Ich musste gerade an dich denken.“


Dann stellt sich plötzlich eine Frage, die Sie vielleicht längst nicht mehr stellen wollten:

Kommt ein narzisstischer Mensch zurück, wenn er bereits eine neue Beziehung hat?


Die übliche Erklärung im Internet lautet häufig, narzisstische Menschen würden zu früheren Partnerinnen und Partnern zurückkehren, wenn sie erneut „Supply“ (also Bestätigung, Aufmerksamkeit oder Bewunderung) benötigen.

Das kann einzelne Beziehungsmuster durchaus beschreiben. Es gibt jedoch eine wesentlich interessantere Perspektive, denn die Lern- und Gedächtnisforschung kennt ein Phänomen, das zunächst überhaupt nichts mit Narzissmus zu tun hat.

Gerade deshalb ist es so spannend.


Der Denkfehler: Eine neue Beziehung bedeutet, die alte sei psychologisch gelöscht


Wir stellen uns Beziehungen gerne wie eine zeitliche Abfolge vor: Alte Beziehung → Trennung → Verarbeitung → neue Beziehung.

Beginnt jemand eine neue Beziehung, scheint die vorherige damit automatisch abgeschlossen. Unser Gehirn organisiert jedoch Erfahrungen nicht wie Kapitel eines Buches, bei denen das vorherige Kapitel verschwindet, sobald wir umblättern.

Menschen hinterlassen Verknüpfungen. Mit Orten oder Musik. Mit Gerüchen, Gewohnheiten und Sexualität. Mit Nähe, Konflikten, Bestätigung und auch

Zurückweisung. Mit bestimmten Tageszeiten oder Situationen.


An exakt dieser Stelle führt uns die Forschung zu einem überraschenden Punkt:

Eine neue Erfahrung muss eine alte Verknüpfung nicht löschen.


🧠 NARZFREI -WISSEN

Spontaneous Recovery: Wenn etwas zurückkehrt, das eigentlich verschwunden schien


In der Lernpsychologie gibt es ein Phänomen namens Spontaneous Recovery: Die spontane Wiederkehr einer zuvor abgeschwächten Reaktion.

Um zu verstehen, warum das interessant ist, müssen wir zunächst einen anderen Begriff kennen: Extinktion.

Vereinfacht gesagt beschreibt Extinktion einen Lernprozess, bei dem eine zuvor gelernte Reaktion schwächer wird, weil eine erwartete Konsequenz wiederholt ausbleibt.

Man könnte intuitiv vermuten: Die ursprüngliche Verbindung wurde gelöscht.


Doch genau das ist offenbar zu einfach gedacht.

Der Psychologe Mark E. Bouton, einer der bekannten Forscher auf dem Gebiet des Extinktionslernens, beschreibt in seinen Arbeiten, dass Extinktion nicht zwangsläufig bedeutet, dass ursprüngliches Lernen ausgelöscht wurde. Stattdessen kann neues Lernen entstehen, das mit dem ursprünglichen Lernen konkurriert.


Daraus ergibt sich etwas Bemerkenswertes: Eine Reaktion, die bereits verschwunden schien, kann unter bestimmten Bedingungen wieder auftreten.

Nach Ablauf von Zeit beispielsweise.

Das bezeichnet die Forschung als Spontaneous Recovery.


Doch es gibt noch ein zweites Phänomen.


Der Renewal Effect: Warum der Kontext entscheidend sein kann


Beim sogenannten Renewal Effect kann eine zuvor abgeschwächte Reaktion wieder auftreten, wenn sich der Kontext verändert.

Das bedeutet vereinfacht: Das Gehirn hat möglicherweise nicht einfach „vergessen“.

Es hat gelernt: Unter diesen Bedingungen gilt etwas Neues.

Ändern sich die Bedingungen, kann früher Gelerntes erneut relevant werden.


Das ist ein fundamentaler Unterschied, denn damit wird aus „verschwunden“

nicht automatisch „gelöscht“.


📖 Was sagt die Forschung?

Der Psychologe Mark E. Bouton beschreibt Extinktion als stark kontextabhängigen Lernprozess. Seine Forschung zeigt, warum zuvor gelernte Reaktionen nach Extinktion unter bestimmten Bedingungen erneut auftreten können.



Bedeutet das, dass deshalb ein narzisstischer Mensch zurückkommt?


Nein. Diese Unterscheidung ist wichtig.

Spontaneous Recovery und der Renewal Effect sind Phänomene der Lernforschung. Sie wurden nicht entwickelt, um vorherzusagen, ob ehemalige Partnerinnen oder Partner nach einer Trennung zurückkehren.

Es wäre deshalb wissenschaftlich falsch zu behaupten: „Der Renewal Effect beweist, dass ein narzisstischer Mensch irgendwann zurückkommt.“ Das tut er nicht.

Aber diese Forschung zeigt etwas anderes, das für unsere Frage ausgesprochen interessant ist: Unser Gehirn muss alte Verknüpfungen nicht löschen, nur weil neue Erfahrungen hinzukommen.


Übertragen auf Beziehungen bedeutet das zunächst lediglich: Eine neue Beziehung ist kein wissenschaftlicher Beweis dafür, dass sämtliche mit einer vorherigen Beziehung verbundenen Erinnerungen, Reaktionen oder Assoziationen verschwunden sind.

Und damit verändert sich die Ausgangsfrage.


Eine neue Beziehung und die Reaktivierung einer alten Verbindung sind keine Gegensätze


Betroffene denken in der Regel: „Wenn dieser Mensch die neue Person liebt, kann er oder sie nicht mehr an mich denken.“

Oder: Wenn dieser Mensch wieder Kontakt zu mir aufnimmt, kann die neue Beziehung nicht glücklich sein.“

Beides folgt nicht zwingend aus dem beobachteten Verhalten. Menschen können neue Bindungen eingehen und trotzdem Erinnerungen oder Reaktionen erleben, die mit vergangenen Beziehungen verbunden sind: Ein Lied, ein bestimmter Ort, ein Jahrestag.

Eine Zurückweisung oder ein Konflikt. Einsamkeit. Eine bestimmte Situation.

Oder schlicht eine Erinnerung.


All das kann frühere Beziehungserfahrungen wieder ins Bewusstsein rücken.

Die bloße Tatsache, dass jemand an Sie denkt oder Kontakt aufnimmt, beantwortet deshalb noch nicht die wesentlich größere Frage: Warum?

Und genau an dieser Stelle wird Narzissmus relevant.


Was verändert sich bei narzisstischen Beziehungsmustern?


Bis hierhin haben wir über allgemeine Mechanismen menschlichen Lernens und Erinnerns gesprochen. Nichts davon ist spezifisch narzisstisch.

Bei ausgeprägten narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen können jedoch zusätzliche Dynamiken hinzukommen.

Ein einflussreiches psychologisches Modell stammt von den Forschenden Carolyn Morf und Frederick Rhodewalt. Sie betrachten Narzissmus als einen dynamischen Prozess der Selbstregulation.

Dabei spielt nicht ausschließlich das innere Selbstbild eine Rolle. Auch soziale Interaktionen und die Reaktionen anderer Menschen können für die Regulation und Stabilisierung dieses Selbstbildes bedeutsam werden.

Das macht vergangene Beziehungen aus einer anderen Perspektive interessant, denn ein ehemaliger Partner oder eine ehemalige Partnerin kann nicht nur mit Nähe und gemeinsamen Erinnerungen verbunden sein. Die Beziehung kann gleichzeitig mit bestimmten Erfahrungen des eigenen Selbst verbunden gewesen sein: Beispielsweise begehrt zu sein und bewundert zu werden, Bestätigung zu erhalten oder Einfluss zu erleben. Vielleicht auch Zurückweisung zu erfahren, oder das eigene Selbstbild durch die Reaktion eines anderen Menschen bestätigt zu sehen.


Eine frühere Beziehung kann deshalb psychologisch weiterhin relevant sein, obwohl längst eine neue Beziehung besteht.


Das Modell liefert allerdings ebenfalls keinen Beweis dafür, dass narzisstische Menschen grundsätzlich zu ehemaligen Partnerinnen oder Partnern zurückkehren.

Es hilft uns vielmehr zu verstehen, warum zwischenmenschliche Beziehungen bei narzisstischen Mustern auch im Zusammenhang mit Selbstregulation betrachtet werden sollten.


Warum meldet sich ein narzisstischer Mensch trotz neuer Beziehung wieder?


Damit können wir die ursprüngliche Frage wesentlich differenzierter betrachten. Wenn sich ein ehemaliger Partner oder eine ehemalige Partnerin trotz neuer Beziehung wieder meldet, kann das unterschiedliche Gründe haben: Vielleicht wurde eine Erinnerung aktiviert. Vielleicht hat sich der Kontext verändert. Vielleicht gibt es Schwierigkeiten in der aktuellen Beziehung und es wird Bestätigung gesucht.

Vielleicht wurde gerade Zurückweisung erlebt oder es besteht Sehnsucht.

Möglicherweise wird getestet, ob Sie noch erreichbar sind, oder vielleicht steckt etwas völlig anderes dahinter.

Allein anhand einer Nachricht lässt sich das nicht zuverlässig feststellen.

Deshalb ist die Frage „Warum meldet sich dieser Mensch?“ weniger aufschlussreich als eine andere.


Die entscheidende Information kommt erst nach der Nachricht


Angenommen, Sie erhalten nach Monaten tatsächlich diese Nachricht, dann kann sich das unglaublich bedeutsam anfühlen, vor allem, wenn Sie zuvor gesehen haben, dass es längst einen neuen Partner oder eine neue Partnerin gibt.

Vielleicht denken Sie: „Dann bin ich also doch nicht vergessen.“ - und das kann sogar stimmen.

Menschen vergessen bedeutende Beziehungen schließlich nicht einfach auf Knopfdruck. Aber daraus folgt noch etwas ganz anderes nicht: Dass dieser Mensch heute eine gesunde Beziehung mit Ihnen führen könnte.


Deshalb beginnt die psychologisch interessantere Beobachtung erst jetzt.

Was geschieht, wenn Sie reagieren? Wird Verantwortung für vergangenes Verhalten übernommen? Gibt es eine nachvollziehbare Auseinandersetzung mit dem, was geschehen ist? Werden Ihre Grenzen respektiert? Ist das Verhalten über längere Zeit konsistent, oder beginnt sehr schnell wieder die bekannte Dynamik?


Zurückkommen und zurückwollen sind zwei verschiedene Dinge


Vielleicht ist das der wichtigste Unterschied: Eine Kontaktaufnahme ist keine Beziehungsabsicht. Ein Mensch kann eine frühere Verbindung reaktivieren, ohne eine tragfähige Beziehung wiederherstellen zu wollen.

Und selbst Sehnsucht wäre noch kein Beweis für Veränderung. Jemand kann Sie vermissen und Ihnen trotzdem nicht guttun. Jemand kann an Sie denken und trotzdem keine Verantwortung übernehmen. Jemand kann zurückkommen und trotzdem dieselben Beziehungsmuster mitbringen.


Deshalb sagt die Rückkehr eines Menschen zunächst erstaunlich wenig darüber aus, wie eine erneute Beziehung mit diesem Menschen aussehen würde.


Und was bedeutet die neue Beziehung?


Auch sie beantwortet weniger, als Betroffene glauben.

Eine neue Beziehung beweist nicht, dass Sie vergessen wurden. Sie beweist nicht, dass die neue Person mehr geliebt wird. Und eine spätere Kontaktaufnahme beweist umgekehrt nicht, dass die neue Beziehung bedeutungslos ist.


Wir versuchen gerne, innere Zustände aus äußeren Beobachtungen abzulesen:

Neue Beziehung = ich war bedeutungslos.

Nachricht = dieser Mensch liebt mich noch.

Keine Nachricht = dieser Mensch hat mich vergessen.

Jedoch ist menschliches Erleben wesentlich komplexer. Gerade deshalb ist es sinnvoller, nicht einzelne Signale zu interpretieren, sondern Beziehungsmuster über einen längeren Zeitraum zu betrachten.


Wenn Sie wissen möchten, was die Rückkehr in Ihrer Situation bedeutet


Vielleicht hat sich Ihr ehemaliger Partner oder Ihre ehemalige Partnerin tatsächlich wieder gemeldet. Und vielleicht gibt es gleichzeitig bereits eine neue Beziehung.

Möglicherweise versuchen Sie seitdem herauszufinden, was dieses Verhalten bedeutet.

Eine einzelne Nachricht kann diese Frage aber nicht beantworten.

Auch einzelne Verhaltensweisen erlauben weder eine seriöse Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung noch eine zuverlässige Aussage über die Motivation eines bestimmten Menschen.


Entscheidend ist das Gesamtbild: Wie verlief Ihre Beziehung? Wie wurde mit Nähe und Distanz umgegangen? Was geschah bei Konflikten? Wie reagierte die andere Person auf Grenzen? Wie verlief die Trennung? Gab es bereits frühere Kontaktabbrüche und erneute Annäherungen? Und was geschieht jetzt?


Aus diesem Grund analysiere ich in meiner persönlichen Beratung nicht nur einzelne Nachrichten oder Ereignisse, sondern die gesamte Beziehungsdynamik.

Denn möglicherweise ist am Ende nicht die wichtigste Frage: „Kommt dieser Mensch zurück?“, sondern: „Was passiert mit mir, wenn ich diesen Menschen wieder zurücklasse?“


Häufig gestellte Fragen


Kommt ein Narzisst zurück, wenn er eine neue Beziehung hat?

Das ist möglich, lässt sich aber nicht pauschal vorhersagen. Eine neue Beziehung bedeutet nicht automatisch, dass frühere Erinnerungen, Verknüpfungen oder Beziehungsmuster psychologisch verschwunden sind. Eine erneute Kontaktaufnahme sagt allerdings noch nichts darüber aus, warum dieser Mensch zurückkehrt oder ob tatsächlich eine neue Beziehung mit Ihnen angestrebt wird.


Warum meldet sich ein Narzisst trotz neuer Beziehung wieder?

Dafür können unterschiedliche Motive infrage kommen: Erinnerungen, Sehnsucht, Neugier, das Bedürfnis nach Bestätigung, eine veränderte Lebenssituation oder Schwierigkeiten in der aktuellen Beziehung. Bei ausgeprägt narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen können zusätzlich Prozesse der Selbstwertregulation eine Rolle spielen. Das konkrete Motiv lässt sich jedoch nur im Zusammenhang mit der gesamten Beziehungsdynamik sinnvoll einordnen.


Bedeutet seine Rückkehr, dass der Narzisst mich vermisst?

Nicht zwangsläufig. Kontaktaufnahme, Vermissen und Beziehungsabsicht sind drei unterschiedliche Dinge. Ein Mensch kann an Sie denken oder Sie vermissen, ohne eine tragfähige Beziehung mit Ihnen führen zu können oder zu wollen.


Kann ein Narzisst die frühere Beziehung vergessen, wenn es einen neuen Partner oder eine neue Partnerin gibt?

Eine neue Beziehung löscht Erinnerungen an eine frühere Beziehung nicht einfach aus. Erkenntnisse aus der Lern- und Gedächtnisforschung zeigen grundsätzlich, dass neue Lernerfahrungen ältere Verknüpfungen nicht zwangsläufig beseitigen. Daraus lässt sich allerdings nicht vorhersagen, welche Bedeutung eine frühere Beziehung für eine bestimmte Person heute noch besitzt.


Warum kommt ein Narzisst nach Monaten plötzlich wieder zurück?

Gerade dieser zeitliche Abstand ist psychologisch interessant. Die Lernforschung kennt mit Spontaneous Recovery das Phänomen, dass zuvor abgeschwächte Reaktionen nach einem zeitlichen Abstand erneut auftreten können. Das beweist keine „narzisstische Rückkehr“, zeigt aber ein wichtiges Prinzip: Zeit allein bedeutet nicht, dass frühere Verknüpfungen aus dem Gedächtnis gelöscht wurden.


Kommt ein Narzisst zurück, wenn die neue Beziehung nicht funktioniert?

Das kann geschehen, ist aber keineswegs zwangsläufig. Probleme oder das Ende einer neuen Beziehung können den Kontext verändern und frühere Beziehungen wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Ob daraus tatsächlich eine Kontaktaufnahme entsteht und welches Motiv dahintersteht, ist individuell.


Bedeutet es etwas, wenn sich ein Narzisst trotz neuem Partner oder neuer Partnerin bei mir meldet?

Ja – aber möglicherweise nicht das, was Sie zunächst vermuten. Die Kontaktaufnahme zeigt zunächst nur, dass Sie oder die frühere Verbindung in diesem Moment wieder relevant geworden sind. Sie beweist weder Liebe noch Veränderung noch den Wunsch nach einer verbindlichen Rückkehr. Aussagekräftiger ist, wie sich dieser Mensch nach der Kontaktaufnahme verhält.


Sollte ich antworten, wenn sich mein Ex oder meine Ex trotz neuer Beziehung wieder meldet?

Diese Entscheidung sollte nicht allein davon abhängen, dass überhaupt eine Nachricht gekommen ist. Entscheidend sind die Vorgeschichte Ihrer Beziehung, frühere Kontaktabbrüche, der Umgang mit Ihren Grenzen und vor allem die Frage, welches Muster nach einer erneuten Kontaktaufnahme entsteht. Bei einer stark belastenden oder manipulativen Beziehungsdynamik kann eine individuelle fachliche Einordnung sinnvoll sein.





Wissenschaftliche Quellen:

Bouton, M. E. (2004):Contexts and behavioral processes in extinction.Learning & Memory, 11(5), 485–494.https://doi.org/10.1101/lm.78804


Bouton, M. E. (2002):Context, ambiguity, and unlearning: Sources of relapse after behavioral extinction.Biological Psychiatry, 52(10), 976–986.https://doi.org/10.1016/S0006-3223(02)01546-9


Morf, C. C. & Rhodewalt, F. (2001):Unraveling the Paradoxes of Narcissism: A Dynamic Self-Regulatory Processing Model.Psychological Inquiry, 12(4), 177–196.https://doi.org/10.1207/S15327965PLI1204_1

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